Sonntag-Abend, ein wirklich äußerst angenehmer Nachmittag im Mauerpark liegt hinter mir und ich denke mir so hmmmm machste dir noch was zu essen, dann noch ein bis drei Folgen Mad Men und ab ins Bett. Ja, dachte ich mir so. Denn, das wäre ja ein zu entspannter Wochenausklang gewesen, haha, also dachte sich der kleine Teufel auf meiner Schulter (Engel links, Teufel rechts) er schreitet ein. Und Schwupps wars geschehen, das Glas kippte, fiel und lief aus. Wasser all over the Schreibtisch und the Boden in front of  he Schreibtisch. Und: Einige verirrte Tropfen – ich wage eine Schätzung: ein halber Fingerhut voll – auch auf dem Computer. Ouh no. Was tun? Ein Handtuch war schnell zur Hand und alles wurde aufgesaugt. Inklusive der verirrten Tropfen auf der blitzblanken reinweißen Oberfläche meines geliebten Macs. Gerade noch mal gut gegangen, was? Allein, das Schicksal hatte noch nicht alle seine Karten ausgespielt, dazu gleich mehr.

Verfolgen wir unsere Heldin einen Moment lang abseits des Schlachtfelds: Ich also mit Sack und Pack, Teller und dem vermaledeiten Glas in die Küche zurück. Dachte ich will mal nichts provozieren und esse eben da, wo man normalerweise isst. Grml. Nach ca. 20 Minuten Wartezeit (es sollte ja alles fein trocknen) zurück zum elektronischen Kameraden. Alles prima dem Anschein nach. Nur die Maus ließ sich nicht so wirklich frei bewegen. Nervig. Aber is ja klar, wenn da Wasser reingelaufen ist. Hab ich mir zu diesem Zeitpunkt Sorgen gemacht? Natürlich nicht, ich war in meiner heilen Sonnenschein-Welt gefangen und rief mir mantraartig ins Gedächtnis, dass Katharina einst eine halbe Tasse Kaffee über ihr Gerät gekippt hatte und nichts geschah. Also hab ich eine Folge Mad Men geschaut und dann aus Vernunftgründen (lassen wir das mal austrocknen) ausgemacht.

Zeitsprung, Montagmorgen. Sie sehen: Unsere Heldin mit nassen Haaren und wirrem Gesichtsausdruck, in der Hand Michas Mini-Schraubenzieher, vor sich auf dem Tisch die Innereien des betroffenen Computers. Ein Déja-Vue fragt ihr euch? Oja! Nur wenige Wochen (zwei) zuvor hatte ich das ganze schonmal aufgebaut um die zweimillimeterdicke Staubschicht zu entfernen, welche die Funktion des Geräts entscheidend gehemmt hatte. Daher war mir das Terrain durchaus vertraut. Aber wieso nochmals operieren fragt ihr euch? Tja, nach einer Nacht erholsamen Schlafs wollten sich weder Maus noch Tastatur bequemen zu arbeiten. Faule Arschsäcke.

Nachdem alles nichts nutzte, ich so zu Saturn (stupid me), einen neuen Tastaturaufsatz besorgen (stupid stupid me). Der freundliche Verkäufer (NOT) hat sich a) über mich lustig gemacht b) mich wie ein kleines Kind behandelt c) mir geraten einen neuen Computer zu kaufen d) all of the above. Genau. Aber immerhin hat er die Adresse der Apple-Werkstatt rausgerückt, zu der alle defekten Macs aus Berlin und Umgebung geschickt werden (Ritterstraße 3, wenn jemand mal Bedarf hat) und voila machte ich mich auf den Weg. Das Ergebnis seht ihr hier: Mein weißer Schatz ist weg und wenn ich Glück habe bekomme ich ihn in einer Woche für etwa 200-250 Euro wieder. Mit neuer Tastatur. Ohne meinen Hanuta-Özil-Aufkleber. Hmpf.

Und so steh ich hier ich armer Tor und vor mir erstreckt sich eine endlose Wüste einsamer Tage in denen niemand zuhause auf mich wartet um mich zu unterhalten, mir ein Gutenachtlied zu singen etc. WIE SOLL DAS DENN GUTGEHEN? Tipp vom Reparatur-Mensch: Kopf hoch, manche Kunden sehen die Woche wie eine Art Urlaub. Achja? Nett gemeint, aber ich bin und bleibe ja in meiner gewohnten Umgebung. Und dazu gehört einfach der ständige Zugang zum Internet. Zum Glück sind alle wichtigen Arbeiten erledigt. Wenn der PC in der Küche wieder funktioniert ist die Grundversorgung gesichert. Und das Handy gibts ja auch noch (thank God), so dass mails und Facebook ständig bei mir sind. Was bleibt sind die Phantomschmerzen, wenn ich abends in mein Zimmer komme und es keinen Grund gibt dort zu sein.

Und hier der versöhnliche Schluss (und ich will auch nicht so erbärmlich rüberkommen): Der Beschäftigungen sind genug. HA! Nimm das Computerabhängigkeit! Gestern war ich bei IKEA. Heute wieder See. Es ist Sommer wer braucht schon nen Computer? Denk positiv meine Liebe, auch diese Woche wird vergehn. Es gibt viele spannende Dinge zu entdecken dort draußen hinter dem Bildschirm! Tschakka.

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