Folgende Beichte: Ich habe mich heute tatsächlich über den Regen gefreut! – Zeit für eine Schocksekunde. – Und weiter geht’s. In erster Linie lag das natürlich daran, dass ich meinen geliebten Leopardenschirm dabei hatte. Es war recht warm, ein milder Wind umwehte mich und so schritt ich wie einst Mose trockenen Hauptes durch die Fluten. (Trockenen Fußes wäre eine schamlose Übertreibung in anbetracht des Zustandes meiner Ballerinas und des zwischen den Zehen hervorquellenden Schlammes. Aber das nur am Rande.) Während das niedere Volk, das weder Wetterbericht noch Regenschutzaccessoires sein eigen nennt völlig durchnässt durch die Straßen eilte, lustwandelte ich also mit einem fröhlichen Lied auf iPod und Lippen daher. Denn das war vermutlich der größere Spaßfaktor: Das Leid äh also die Nässe der Anderen. Muss  auch mal erlaubt sein, so ein bisschen Schadenfreude, Mensch. Und alles nur, weil ich noch mal los musste. In Wirklichkeit war’s nämlich so, dass ich meine Nabelschnur – also das Stromkabel, ihr wisst schon – bei der Arbeit vergessen habe. Nachdem der erste rasende Ärger verklungen war, was blieb mir da übrig, als mich in mein Schicksal zu fügen, mich erneut hinaus in die feindselige Natur zu begeben und mich dann am kleinen Strohhalm Regenschirm festzuhalten. Denn niemand hat die Absicht sich über die eigene Blödheit zu ärgern. Dann schon besser die der anderen. Was sowieso immer generell besser für die eigene Laune ist.

Vermutlich habe ich jetzt allerdings die Schicksalsgötter provoziert. Als erstes Anzeichen hierfür muss leider der spontane Ausfall einer Strebe des Regenschirms betrachtet werden. Dessen Reparatur werde ich mich jetzt zuwenden, denn mehr gibt das Thema Regen wirklich nicht her. Achtung schlechter Wortwitz ahead: Das hab ich jetzt bis auf den letzten Tropfen ausgequetscht.

Ich verbleibe fürs vorerst mit freundlichen Grüßen und sage Auf Wiedersehen!

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