19.30 alte Eiche hatter gesagt. Wir gehen Basketball spielen hatter gesagt. Was hab ich mich gefreut. Fast wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Fast. Und dann das. Wer konnte denn auch ahnen, dass Fahrradfahren gefährlich sein kann. Hm. Daher wohl die Helme, was? Nützt aber auch nichts, wenn man auf den Fuß knallt.

Was war also geschehen? Von vorne. Der Donnerstagabend versprach durchaus ein gelungener zu werden, denn es stand mal wieder ein Ausflug ins brandenburgische Eichwalde an um dort mit den Jungs von Ajax (hehe) ein bisschen Basketball zu spielen. Allein, Sascha fiel vom Fahrrad. Und da Katja ja nun in Berkeley weilt (wir berichteten) und ich ja sowieso schon mal da war um in die Peripherie zu fahren, bot es sich an, dass ich ihn ins Krankenhaus fuhr. Warumwarumwarum? Nun, der Knöchel sah schon arg unfein aus. Normalerweise bin ich die erste die sagt Unsinn der Stress, doofe Ärzte blabla muss ja nicht sein, aber es war die richtige Entscheidung diesmal nicht auf mich zu hören, denn: Ein Stück Knochen war abgespaltet, ein Gipsverband musste her!

So schnell ist noch niemand in der Rettungsstelle drangekommen, Zitatende, und nach knapp 1,5 Stunden waren wir wieder auf dem Rückweg. – Was ich zu erwähnen vergaß: Leiderleider musste ich das Auto fahren. So ein Pech. Mach ich ja so ungern. Echt dumm gelaufen.

Im Rausch dieses Hochgefühls erklärte ich mich dann bereit auch heute morgen wieder auf der Matte zu stehen um noch mal den Chauffeur zu machen, es stand noch ein CT an.

Alles was jetzt kommt soll nicht heißen, dass es die falsche Entscheidung war, Sascha, keine Sorge, dies dient lediglich der Unterhaltung Dritter.

War es hart heute früh um 9 aufzustehen? Ja. Pünktlich um 10 Uhr holte ich, vorbildlicher Zivi der ich bin, Auto und Patient bei sich zuhause ab – nasse Haare, Trainingshose, ungeschminkt, das volle Programm (ich). Wie lang kann so ein CT schon gehen?!

Lange.

Die ersten zwei Stunden im Wartezimmer rieselten an mir vorbei, weil ich in ein spontanes Wachkoma fiel. – Kurzer Einschub: Dieser absolut seltsame und faszinierende Zustand in dem man alle Geräusche ringsum wahrnimmt und sich dessen auch bewusst ist, dass man schläft, auch nicht wirklich aufwachen kann, aber auch nicht wirklich schläft. Tritt bei mir wirklich nur in Ausnahmefällen (Sbahn-Fahrten, Vorlesungen, Filmabende) ein.

Gegen 12.30 Uhr wurden wir das erste Mal weiter geschickt. Wir waren nämlich noch gar nicht beim CT-Mann gewesen. HAHA. Erstmal 2 Stunden gewartet um nen neuen Verband, Rezepte, Krankmeldung pipapo zu bekommen. Danke. Und weiter ging die fröhliche Fahrt. Die Dame in der Röntgen-Abteilung empfahl uns das hauseigene Casino zu besuchen um uns dort zu laben, denn es stünde noch einige Wartezeit bevor.

Warum ich nicht gegangen bin? Gute Frage. Es gibt ja dieses Phänomen, dass man immer denkt, dass es jetzt ja nicht mehr so lange gehen kann, weils ja schon so lange gedauert hat. – Phantasie (ein Wort mit ph musste her). Es dauert immer noch lange. Noch mehr Rechtfertigungen gewünscht? Also gut: Langweiliger als zu warten ist alleine zu warten. Und mal ganz ehrlich? Ich hatte ja eh nix zu tun. Mein Vormittag hätte ungefähr aus Schlafen, Fernsehen, Essen und Lesen bestanden. Also ein Zacken fiel mir wirklich nicht aus der Krone. Und ich bilde mir ein, dass Sascha sich auch ein bisschen über die Gesellschaft gefreut hat.

Uhund um einen Beitrag zur aktuellen Bundeswehrdiskussion beizusteuern: Wenn junge Menschen (aka Männer) Verantwortung für die Gesellschaft lernen sollen und dies das Argument (danke Herr Koch) ist, wieso irgendeine Art sozialer Pflicht-Dienst weiterbestehen soll, wieso sollte das nicht auch in Form von Tagespraktika, verteilt über einen Zeitraum von vielenvielen Jahren ableistbar sein? Nur mal so als Anregung, vielleicht liest ja jemand an verantwortungsvoller zuständiger Stelle mit. Kontonummer folgt dann.

Als ich dann gegen halb vier entlassen wurde, weil Christoph meinen Platz zu übernehmen angekündigt hatte, war noch nicht klar, was denn nun mit Saschas Bändern los ist, daher fehlt dieser Geschichte ein Ende. Ich dagegen musste nun den langen und beschwerlichen Heimweg auf Schusters Rappen antreten, i.e. mit der M10. Zum Glück hatte ich mich heute morgen für die Sporttasche entschieden, weil da mehr reinpasst. Mein Outfit und mein unfittes Erscheinungsbild gaben mir also den Anschein direkt vom Sport zu kommen. Und jetzt mach ich erstmal Mittagschlaf.

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One Response to “Sommerferien in Berlin – Tag 41 und 42: Fast wie bei Scrubs.”

  1. DANKE!!!!!!!!! Hab tausend Dank für Deine Hilfe und für diesen Bericht.
    Du bist wunderbar. Ich bin einfach nur froh, dass es Dich gibt!

    Es ist toll, wie Du Sascha geholfen hast und durch Deinen Bericht weiß ich auch endlich was passiert ist!

    Ich denke an Dich
    Katja

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