Was nutzt es lange drum herum zu reden, sieh den Tatsachen ins garstige Auge meine Liebe, la dolce vita ist vorbei. Und wie jedes Mal kam diese Wende (Achtung: Verspäteter 3. Oktober Scherz!) nicht über Nacht, sondern hat sich unmerklich angeschlichen, sich breit gemacht und sitzt jetzt neben mir am Schreibtisch und kichert vor sich hin. Obwohl das Semester erst am 18. wieder los geht – tatsächlich sogar eine Woche später also, als ich dachte, kann von Ferien in welcher Form auch immer längst nicht mehr die Rede sein. Daher ist das Projekt „Sommerferien in Berlin“ hiermit abgeschlossen. (Auch wenn offiziell noch 11 Tage verbleiben.)

Auf zu neuen Ufern!

Was wird der Herbst, der uns seit geraumer Zeit in Schach hält, der sich festgekrallt hat, der gekommen ist um zu bleiben, bringen? Nun, in erster Linie heißt es natürlich back to school. Lächerlich, mag sich der ein oder andere geschätzte Leser denken, das hieß es bei mir schon vor Wochen! Und ja, ich weiß, dass die meisten Schüler schon wieder gen Herbstferien denken – und dann all die werktätigen Bienchen, die bei der Vorstellung völlig absurde 12 (!!!) Wochen aka 3 Monate (!!!!!!!einself) „Vorlesungsfreie Zeit“ zu haben, nur in wahnsinniges Gelächter ausbrechen können. Wollen wir diese Diskussion wirklich anfangen? Eben. Ihr nicht, ich nicht, lassen wir’s.

Semester 11 also. Wooha. Kann eigentlich nur gut gehen, eine feine Zahl ist das. Andererseits auch schon gefährlich nahe am Langzeitstudenten-Urteil. Doch weit gefehlt! Es geht ans Werk: Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück, vorwärts Genossen zum Sieg, zur Übererfüllung der Normen! Auf in den Kampf, die Masterarbeit naht! Nicht, dass an der Front schon viel geschehen wäre, wir wissen ja Alle, die Hauptarbeit besteht darin zu lesen, was an sich schon wieder wie blanker Hohn für jeden ehrlichen Arbeiter klingt, sich aber über bestimmt 70% der zu veranschlagenden Zeit hinziehen wird. Und dann kommen die Fußnoten und das Formatieren, das darf man nicht vergessen, auch wenn’s bis dahin noch ein langer Weg ist – immer genug Zeit einplanen. (Ihr seht schon, das Selbst-Motivieren hab ich voll drauf!)

Im Gegensatz zum letzten Semester, das irgendwie völlig untergegangen ist, was die mediale Abdeckung meinerseits angeht, werde ich mein Möglichstes tun, um nicht wieder monatelang in der Versenkung zu verschwinden. Man muss sich doch einfach auch die Zeit nehmen um all die kleinen, alltäglichen Begebenheiten, die erst durch ihre Literarisierung an Bedeutung gewinnen, zu präsentieren. Ich sag mal so: Hätte nicht Franz K. davon berichtet, wäre uns das Schicksal Gregor Samsas verborgen geblieben. Hätte nicht Uwe J. darauf aufmerksam gemacht, wer hätte je vom Unfall Jakob Abs erfahren? Von einem gewissen kleinen gallische Dorf mal ganz zu schweigen.

Ihr dürft also gespannt sein, welche Abenteuer ich an dieser Stelle demnächst präsentiere, wenn es heißt: Zwischen Kostenabrechnung und StabiKat – Ein deutsches Herbstmärchen. (Oder so ähnlich.)

Der Wilde Westen ist ein Scheiß dagegen!

Stay tuned!

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One Response to “Tag 82: Ich erkläre diese Ferien für beendet.”

  1. DingDong sagt die Gethsemanekirchenglocke, meine Schultern sagen Muskelkater vom Schleppen und “boah jetzt aber voran” sagt mein mich allzeit plagendes schlechtes Unigewissen. Ferien definitv vorbei.

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