Ich bin vom Nachtzug-Fieber geheilt worden. Auf die ruppige Art.

Heute beginnt (beeinträchtigt vom todeslangsamen elterlichen Internet) außerdem eine neue Serie, quasi ein Kunst-Projekt, denn dies ist ab sofort auch so ein artsy Kunstblog: I like in Echt.

I like Gleis 2 am Hbf.

Was zuvor geschah: Es war mal wieder Samstag Abend und die verbringe ich ja am allerliebsten im Schlafwagen. Einmal die Woche früh schlafen gehen, das muss man sich einfach auch mal gönnen, das kann man sich was kosten lassen. (Also nicht, dass ich das selbst bezahlen würde…)

I like ungarische Wasserflaschen.

Alles begann damit, dass der Zug in umgekehrter Wagenreihenfolge verkehrte. Spaß auf dem Bahnsteig. Und ich mag doch wildgewordene Menschenmassen so sehr. Nicht.

Im Abteil gings dann gleich weiter. Vorbei die seligen Zeiten in denen wir uns zu dritt ein 4er-Abteil teilten, ein Traum aus längt vergangenen Tagen. Heute Nacht waren wir 5 Frauen um die 50 – und der Ich. Klingt erstmal ok, aber bekanntlich steckt der Teufel im Detail und ist ein Eichhörnchen: „Ja also wir sind dann um halb fünf in Mannheim, ich weck’ Sie dann.“ Noooooo, doomed. Gandalf!!!

Naja, ich war dann morgens um 4 eh noch wach, also kein Problem… Am allerbesten schläft man ja sowieso in den Stunden zwischen halb fünf und sieben, das ist ja wissenschaftlich erwiesen.

Ich frag’ mich echt, wer auf die hirnrissige Idee gekommen ist, Schlafwagen zu konstruieren. Also auf den ersten Blick scheint es ja die Idee überhaupt zu sein.
Konstrukteur Nummer 1: Hey Freunde, lasst uns einfach einen Zug bauen in dem man schlafen kann. Voll cool, oder? Dann spart man voll viel Zeit und ist morgens frisch ausgeschlafen am Zielort.
Soweit die Theorie. Und dann kommen die Ingenieure, ojemine.
Ingenieur Nummer 1: Hier, ich hab da noch ne gute Idee, wir brauchen auf jeden Fall ne Lüftung, weil die Menschen brauchen ja Luft.

I like Lüftungen im Schlafwagen. Nicht.

Ingenieur Nummer 2: Oder noch besser, wir dichten die Fenster einfach nicht ganz ab, dann kommt frische Luft direkt rein. Leute, die bei Zugfahrgeräuschen nicht schlafen können sind Weicheier und haben in unserem tollen neuen Zug nichts verloren. Sollen sie doch zuhause schlafen.
Ingenieur Nummer 3: Ja super Mensch, das machen wir. Und damit die Luft gut zirkulieren kann machen wir extra dünne Türen und Wände, dann können sich die Leute auch gleichzeitig nachts per Klopfgeräusche verständigen, dann wird’s nicht so langweilig.
So stelle ich mir das vor und so wars vermutlich auch.

I like dass mein Vater sich ans Duschen erinnern muss.

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