Ich verbringe zur Zeit einige frühsommerliche Tage in der Heimat – zum ersten Mal seit der Revolution vom 27. März.

Tippitoppi wie Biggi meint.

Die hab ich nämlich gestern in ihrer Butze in Freiburg besucht. Vorheriger Einsatz aller verfügbaren technischen Geräte hat mir bestätigt, was ich eh schon wusste: Knapp 70 km.


(Ich weiß jetzt endlich, wie man Screenshots mit dem iPhone macht. Ja, Google hilft. Dem aufmerksamen Beobachter entgeht nicht: Hier gibts nur selten 3G.)

Hab ich mir eines der vielen hier so rumstehenden Autos geschnappt,

kurz in die Schweiz, auftanken… und ab auf die Autobahn.

Autobahn ist ja, so sehe ich das, ein großes Spiel. Es gilt im rechten Moment die Gelegenheit zu ergreifen und sich ins Getümmel zu stürzen. Jetzt werfe ich in wahlloser Reihenfolge mit einigen Fachtermini um mich: Überholen. Beschleunigen. Spur wechseln. Lücken finden. Seitenblick. Schulterblick.

Boah, wie diese Leute nerven, die die linke Spur verstopfen. Rechts natürlich überall LKWs, was willste machen? Also raus, linke Spur. Aber manmanman, wenn man halt nich – Achtung jetzt kommen böse Worte – die Eier hat um dann auch Gas zu geben, dann soll mans halt lassen. 120? Ja, dann darfst du auch mal 125 fahren um zu überholen, stell dir vor. RAAAAAAAAAGE.

Kein Problem du, ich hab Zeit. Ok, Zeit hatte ich tatsächlich. Aber kaum auf der Autobahn schwindet die Muße ja dahin. Ein seltsames Phänomen.

„Direkt am Zubringer“ lautete die Parole und nachdem ich kongenial auf Anhieb die richtige Abfahrt erwischt hatte, gings ans Parkplatzsuchen. Ich habe meinen Frust darüber bereits zeitnah über Facebook bekannt gegeben! Ich prangere das an!

Generell ist Freiburg eine ziemlich, ich sag mal rigide Angelegenheit für Verkehrsteilnehmer aller Couleur. Autos dürfen aus Prinzip nichts. Nicht parken. Nicht schnell fahren. Nicht nachts fahren. Nicht in der Innenstadt fahren. Na klar denkt sich der aufmerksame Beobachter, is ja auch die grüne Musterstadt! Hier ist sogar McDonalds Fachwerk.

Ja Freunde, schon, ABER: Fahrräder sind kaum besser dran!

Fahrradfahrern steht in Freiburg zwar eine schier unübersichtliche Anzahl an so genannten Fahrradstraßen zur Verfügung (auf denen wiederum Fußgänger, O-Ton Biggi, mit empfindlichen Strafen rechnen müssen, wenn sie sich nicht an die begrenzte und hallo? im Schatten liegende Zone der Bürgersteige halten… ok, war kein O-Ton, war idealisiert) doch in die Innenstadt dürfen sie auch nicht. Zumindest nicht fahrenderweise. – Kurzer Einschub: Besagte Innenstadt wurde vor allem durch das dort eingeführte Alkoholverbot bekannt, der Berliner in mir kann sich kaum halten vor Belustigung.

Skandal!!!

Wenn man nun beschlossen hat, sein Fahrrad in die Innenstadt zu schieben, dann darf man es dort aber nicht abstellen.

Jetzt muss man natürlich sehen, dass die Innenstadt ein eher begrenzter Raum ist, man kann seinen Drahtesel also außerhalb des Bannkreises lassen. Aber trotzdem: Hä?! Naja, ich war ja mit Auto, Alter. Also zu Fuß.

Dafür wächst in Freiburg Badischer-Wein-von-der-Sonne-verwöhnt direkt in der Stadt:

Weiteres Highlights des kurzen Städtetrips: Der Besuch bei IKEA. Dazu muss ich erklären, dass ich aus einer IKEA-technisch wahnsinnig zwiespältig gut ausgestatteten Gegend komme. Da gibts nämlich zum einen den IKEA in Pratteln (Schweiz). Der liegt quasi einmal über den Rhein. Da kostet aber alles in Franken. Und dann gibts IKEA in Freiburg. Da muss man erstmal ne Stunde lang über die Autobahn brettern. Fragt sich jetzt halt, was umständlicher ist. Für Donnerstagabendhotdog ganz klar Pratteln. Für MALM wohl eher Freiburg. Naja, Biggi brauchte einen POLARVIDE, und wo ich schon mit dem Auto da war…

Entdeckt haben wir dann kurz vor Ladenschluss die hier:

Wie hätte ich nein sagen können? Ein Blick in diese treuherzigen Augen und jedes Herz schmilzt dahin. Wir haben sie dann aber trotzdem wieder ausgesetzt.

Wahrscheinlich darf ich jetzt wegen Hartherzigkeit nie wieder zu IKEA Freiburg. Und weil ich die für Kinder gedachten Plüschfußbälle in unsachgemäßer Weise durch die Gegend gekopfballt habe. Aber hey, kein Problem, in Berlin haben wir nämlich 4 IKEA. Ha! Nimm das! In Berlin is sowieso alles viel cooler und besser, nänänänänä.

Dafür aber keine Schwedischen Cabrios. Diese blöde Fahrradstadt.

Wir sind dann bald schlafen gegangen.

Und heute Abend gehts ENDLICH wieder zu Eckos! Yeah!

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