Neulich haben Janosch und ich eine Fahrradtour gemacht.

Eigentlich wollten wir nur ein bisschen durch den Treptower Park spazieren, aber dann haben wir uns entschieden die Fahrräder mitzunehmen. Als ich Janosch an der Sbahn traf, stellte er erstmal wieder fest, dass sein Fahrrad nun eigentlich wirklich nicht geeignet sei um damit zu fahren, geschweige denn um größere Strecken damit zurück zu legen. Aber das hatten wir ja auch gar nicht vor. Bis zum ehemaligen Vergnügungspark Plänterwald wollten wir fahren und dann gemütlich zurück und irgendwo unterwegs anhalten, Bilder machen, sitzen, reden, das Übliche eben. Möglicherweise hatten wir auch eine Flasche Prosecco dabei.

Es war ein wirklich herrlicher Tag. Janosch war ein wenig – und wenn ich wenig sage, meine ich eigentlich natürlich sehr – überrascht, dass ich tatsächlich noch nie weiter als die übliche Picknick-Fußball-Grill-Distanz in den Park hinein gekommen war. Insel der Jugend – klar, schon mal gehört, ist das die da vorne jetzt? Und diese Brücke, die sieht man von vorne im Park ja immer nur aus der Ferne, das ist doch die von der dieser seltsame Typ, den Isi und ich mal kennen gelernt haben, behauptet hat, er springt immer runter. Oh und hier startet also dieses Wasserflugzeug, das man immer nur landen sieht.

Es gab Einiges zu entdecken. Wir sind dann ein bisschen weiter gefahren, als wir ursprünglich geplant hatten und haben dabei unter anderem eine BVG-Fähre benutzt um ins ominöse Wilhelmstrand überzusetzen. Ein Heidenspaß!

(Aus künstlerischen Gründen ist links oben ein Daumen im Bild.)

Dann sind wir noch an der Wuhlheide vorbei geradelt – da war ich auch noch nie und schließlich haben wir unser Picknick in Köpenick abgehalten, nachdem wir uns vorher gegenseitig davon überzeugt haben, dass es zwar ganz schön was 12-jähriges hat, aber irgendwie halt auch voll ok ist, sich jetzt bei Aldi was zu essen zu kaufen (sprich: Mini-Salamis, Rosinenbrötchen und Kirschcola-Gummibärchen – was damals gut war, kann heute nicht schlechter sein).

Bis in die Altstadt, die ich bisher auch nur vom Durchfahren her kenne, haben wirs dann leider nicht mehr geschafft, weil ich aus kuchenbacktechnischen Gründen nach Hause wollte. Dafür haben wir dann von Spindlersfeld aus die Sbahn zurück genommen, und da kommt man ja nun auch nicht alle Tage hin!

Kurze Zeit davor habe ich mit Miri eine Motto-Wanderung zum Thema Herr der Ringe auf und um den Teufelsberg gemacht. Da gab es von Nazi-Ruinen (das waren welche!) über Mountainbiker bis hin zu lebendigen Todesstreifen jede Menge aufregende Dinge zu sehen und zu bestaunen.

Ich will das jetzt wieder öfter machen: Einfach mal Sachen anschauen, die es hier so gibt. Und das ist ein Aufruf!

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One Response to “Landpartien.”

  1. Ich finde es wirklich schön, dass du den Nicht-Berlinern endlich mal wieder was an Landschaft und Kultur zukommen lässt. Sonst verbeiten wir weiterhin, dass es in der Hauptstadt sowieso nur Menschen und Straßen und Häuser gibt.

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